Bruns-Behr Methode: Die BB-Methode

Moderne Reitpädagogik nach Bruns-Behr

Kinder können selbst komplexe Bewegungsabläufe auf Anhieb durch Nachahmung lernen, Erwachsene nicht.

Mit der hormonellen Umstellung zu Beginn der Pubertät geht die Fähigkeit zum spontanen Bewegungslernen verloren.

Erwachsene müssen neue Bewegungsabläufe aus ihrem bereits vorhandenem Bewegungsrepertoire zusammensetzen.
Sie brauchen mehr Zeit, Ruhe und vor allem andere Ausbildungshilfen als Kinder und Jugendliche.

Die BB-Methode ist weltweit das erste moderne Unterrichtskonzept für erwachsene Reitanfänger. Mit dem ganzheitlichen Schulungsmodell nach Prof. Frederic Vester (vernetztes Denken) schlug damit auch die Geburtstunde moderner Reitpädagogik in Deutschland.

Entwickelt wurde die BB-Methode Anfang der 70er Jahre durch Ursula Bruns, Gründerin des Zentrums, und die Erwachsenenpädagogin Prof. Inge Behr. Die Fragestellung war, wie Erwachsene leichter, sicherer und stressfrei reiten lernen können. Das Ergebnis war ein Intensivkurs, der sich als so effizient erwies, dass der Unterrichtsaufbau auf alle andere Ausbildungslinien in Reken übertragen wurde.

Auf seine Praxistauglichkeit getestet wurde der Kurs in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der ebenfalls in Reken aufgenommene Lehrfilm Urlaub, Pferde, Reitenlernen gehörte für viele Jahre zu den am meisten nachgefragten Leihfilmen des Ministeriums.

Speziell für die BB-Methode wurden etliche Lernhilfen entwickelt, die sich erst heute, gut 35 Jahre später, als Gütesiegel moderner Basisschulung durchzusetzen beginnen. Beispiele dafür sind das Holzpferd, der Sitz- und der Trittbalken oder Zügelführspiele.

Herzstück der BB-Methode ist das vor über 30 Jahren ebenfalls für den Grundkurs entwickelte Rekener Schulungsoval. In der doppelt eingezäunten Laufschneise entwickeln nicht nur Späteinsteiger viel schneller einen losgelassenen Sitz und Bewegungsgefühl als an der Longe. Aus dem Schulungsoval wurde das Rekener Zirkeloval entwickelt. Es schult unter anderem die Gewichtsverlagerung bei Richtungswechseln und ist eine wichtige Vorstufe für das selbständige Reiten in Bahn und Gelände.