Nachlese: Seminar des Jahres 2012

Zauber der Verständigung
Harmonische Dressur am 23. - 24. Juni 2012

Rückblick:
Zauber der Verständigung an der Hand und unter dem Sattel
Harmonische Dressur

Von einander lernen

Was ist das Besondere an den Jahresseminaren im FS-Reitzentrum Reken? Es ist nicht nur der einzelne, hochkompetente Referent; es ist vielmehr auch die Zusammenstellung der Referenten. Beim Jahresseminar in Reken trifft Fachwissen aus den verschiedensten Bereichen der Pferdewelt, aus verschiedensten Reitweisen aufeinander. Und noch eine Besonderheit: Es geht den Referenten nicht um Abgrenzung, es geht vielmehr darum, von einander zu lernen. Es geht ihnen nicht darum, sich selbst zu profilieren, sondern es geht um das Pferd. Das Wohl der Pferde und nicht eine bestimmte Reitweise oder Reitsportdisziplin steht im Mittelpunkt.

2012 waren Peter Kreinberg, Klaus Balkenhol, Peter Pfister und Christiane Horstmann als Referenten zum Thema Zauber der Verständigung an der Hand und unter dem Sattel in Reken zu Gast. Jeder Pferdefreund träumt vom Zauber der Verständigung. Doch die Realität, der Alltag ist ab und zu wenig zauberhaft. Da „hakt“ es hin und wieder, da herrschen Missverständnisse zwischen Mensch und Pferd, da fehlt es an einer gemeinsamen Sprache.
Die Besucher des Seminars bekamen nicht nur Plan A um zu immer mehr Verständigung zu gelangen, sie erhielten auch Plan B, C und D.

Impressionen Jahresseminar 2012
Jahresseminar 2012: Seminar des Jahres Peter Kreinberg erläutert Ausbildungsschritte seiner Gentle Touch Methode Harmonie zwischen Mensch und Pferd - hier im Gleich-Schritt bzw. in gleicher Bein-Haltung ;-) Pferd komplett mit einer Plane eingedeckt Peter Kreinbergs Stute Honigmilch

Peter Kreinberg - ohne Halfter durch Hindernisse beim Jahresseminar 2012: Seminar des Jahres

Peter Kreinberg erklärte auf seine unterhaltsame, verständliche Art und Weise seine Gentle Touch Methode. Seine Demonstration mit seiner Stute Honigmilch im Spielepark des Zentrums trieb nahezu allen Zuschauern die Tränen in die Augen: Zauber der Verständigung pur. Lediglich mit einem Halsring ließ sich die schwierige Stute mit Leichtigkeit durch alle Hindernisse lenken. Honigmilch vertraut ihrem Reiter und ihre Freude an der Zusammenarbeit mit ihrem Menschen ist offensichtlich.

Klaus Balkenhol reiste mit zwei Pferden nach Reken. Es war eine Freude zu sehen, dass auch Reiter, die im großen Sport unterwegs sind, das Wohl ihrer Pferde an erste Stelle setzen. Sarah Rogers, eine Schülerin Balkenhols und Tochter Annabell Balkenhol demonstrierten feines Dressurreiten.
Klaus Balkenhol wurde nicht müde den Wert der Ausbildungsskala in der Ausbildung des Pferdes zu betonen. In der Ausbildung eines Pferdes darf es keine Abkürzungen geben, auch wenn der schnelle Erfolg, Medaillen und das große Geld winken. Auch in Sport muss das Wohlergehen der Pferde an erster Stelle stehen.

Peter Pfisterer: Baukastenprinzip - vom Boden in den Sattel bis zu anspruchsvollen Dressurlektionen!

Peter Pfister ist bekennender Frei-Zeit-Reiter. Er ist frei. Das heißt, er ist keiner Kleiderordnung, keiner Pferderasse, keinem Equipment oder Disziplin verpflichtet. Er hat Zeit, das heißt er muss Ziele mit seinem Pferd nicht bis zum Datum X erreichen und er darf reiten. Sein Fazit: Etwas Schöneres gibt es nicht. Er erklärte in Reken sein „Baukastenprinzip“: Er erklärt seinem Pferd vom Boden aus bestimmte Bewegungen, z.B. das Verschieben der Hinterhand, übernimmt diese Konditionierung in den Sattel und baut sich im Laufe der Zeit aus den verschiedenen Bewegungen Dressurlektionen zusammen.
Zum Schluss der Veranstaltung mussten die Zuschauer noch einmal ihre Taschentücher zücken: Seine gerittene Freiheitsdressur – Peter Pfister ritt seinen Spanier Michel und dirigierte Wallach Klötzchen vom Sattel aus – war einfach anrührend. Zauber der Verständigung!

Christiane Horstmann brachte den Zuschauern die Reitweise der Legerete näher. In ihren Demonstrationen konnte sie nicht nur das Ziel dieser Reitweise zeigen, sondern auch den Weg dort hin. An dieser Stelle ein großes Lob an ihre beiden Töchter, die ihre Pferde ganz im Sinne der Legerete ritten: leicht und fein. Das „Schimmel-Pas-de-trois“ war sicher eines der Highlights des Seminars und bleibt den Zuschauern in Erinnerung: So kann Reiten sein. Reiten kann ein Zauber der Verständigung sein!

Die Stimmung war durchgängig gut, die Organisation war hervorragend und auch die Zuschauer trugen zum Gelingen bei: Sie kamen untereinander ins Gespräch und zwar ganz im Sinne der Rekener Jahresseminare: Nicht um sich selbst zu profilieren, sondern um von- und miteinander zu lernen!
Von- und miteinander zu lernen, damit es unseren Pferden so gut wie möglich geht.

Bildergalerie  
Impressionen Jahresseminar 2012
Peter Pfister mit zwei Pferden Peter Kreinberg beim Jahresseminar in Reken 2012 Gerittene Freiheitsdressur – Peter Pfister ritt seinen Spanier Michel und dirigierte Wallach Klötzchen vom Sattel aus! Peter Kreinberg - ohne Zaumzeug im Spielepark - in Harmonie mit dem Pferd reiten - beim Jahresseminar in Reken 2012 Jahresseminar in Reken 2012
Peter Kreinberg: Bodenarbeit mit Flatterband Peter Pfisterer - Freiheitsdressur - vom Boden Peter Pfister mit seinem Wallach Klötzchen Austausch - zum Wohle der Pferde Peter Pfisterer

Rückblick:
Das FS-Reit-Zentrum Reken lädt zum Seminar des Jahres 2011 ein!

Traditioneller Blick über den Gartenzaun
Seit 1994 lädt das FS-Reit-Zentrum Reken alljährlich zum nun schon traditionellen „Seminar des Jahres“ ein.
... [weiterlesen...]